about us

Seit über 12 Jahren vertreiben wir hochwertige Handwerkzeuge. Eben so lange sind wir mit einem Querschnitt unseres Sortimentes auf der Handelsplattform Ebay präsent. Wir beliefern private und geschäftliche Kunden in vielen Ländern. Mit einer überzeugenden Auswahl hochwertiger, professioneller Handwerkzeuge treffen wir das Interesse unserer Kunden. Unsere Spezialität ist die individuelle Ausstattung von Mechanikern, Monteuren, Technikern, Servicefahrzeugen, Arbeitsräumen + Werkstätten mit modernen und soliden Schraubwerkzeugen. 

Ein verlässlicher, engagierter Service, sowie die rasche, effiziente Abwicklung von Aufträgen steht für uns im Mittelpunkt unseres Handelns. Eine ehrliche und direkte Kommunikation mit unseren Geschäftspartnern ist für uns selbstverständlich. Nach unserem Verständnis, wichtige Grundlage für eine vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit. 

Bevor wir einen Artikel anbieten oder dauerhaft in unser Sortiment aufnehmen, erfolgt stets ein sorgfältiger Qualitäts- und Gebrauchtest. Die Werkzeuge in unserem Sortiment haben wir deshalb immer vorab in unserer eigenen Werkstatt gründlich getestet. Enttäuschungen bleiben uns und Ihnen somit weitgehend erspart. Wir empfehlen die Werkzeugartikel in unserem Sortiment uneingeschränkt an alle Kunden und Interessenten weiter. In der heutigen Welt des Überflusses, der Massenproduktion und zahllosen Plagiaten, sollte jeder Anwender genau hinsehen. Die Herkunft, eine hohe Verarbeitungsqualität, optimale Funktionalität, sowie ergonomisches Design, sind stets entscheidende Faktoren bei der richtigen Werkzeugwahl. Unser Sortiment ist aktuell, solide und besticht durch einen optimalen Gebrauchswert. Wir bieten Ihnen nur hochwertige Qualitätsprodukte, denn diese sind für Sie langfristig günstiger. Unsere Werkzeuge steigern die Freude an handwerklicher Arbeit und tragen so zu Ihrem beruflichen- und geschäftlichen Erfolg bei. 



Interessante Informationen für unsere Kunden    

Über Schrauben
Passt das Schraubwerkzeug passgenau in die Schraube, wird die Schraube kaum abgenutzt und lässt sich daher oft wiederverwenden. Durch die Passgenaugikeit kann man die volle Antriebskraft auf die Schraube übertragen und somit schnell und effizient arbeiten.


Längsschlitz - SLOT
Die Schlitzschraube ist wohl eine der am weit verbreitetsten und bekanntesten Schraubenart. Sie wird fast überall eingesetzt, z.B. in Bauteilen von Elektromotoren, in der Kleinelektronik oder als Klemmschraube für die Lüsterklemmen. 

SLOT

Kreuzschlitz  / Phillips-Recess®/ PH
Eine von J. P. Thompson erfundene und im Jahr 1933 patentierte Antriebsart für Schraubenköpfe. Da in der damaligen Zeit die Herstellung zu aufwendig war, verkaufte Thompson das Patent an Phillips, daher auch der Name Phillips für diese Kreuzschlitzschraube. Phillips entwickelte diese Antriebsart immer weiter und somit erneuerte sich auch das Patent im Jahre 1949. Diese Antriebsart besteht aus 2 Schlitzen, bei der jeweils ein Schlitz vertikal und einer horizontal auf die Mitte des Schraubkopfes aufgebracht wurden. Die Flanken des Kreuzschlitzes vertiefen sich kegelförmig in Richtung Mitte des Schraubenkopfes. Eine verbesserte Schraubenart der Kreuzschlitzschraube heisst "Phillips-Pozidriv".


Kreuzschlitz  - Phillips-Pozidriv®/ PZ
Pozidriv ist die Weiterentwicklung der Recess-Schraube. Im Gegensatz zur Recess-Schraube werden die Schlitze nicht nach unten verjüngt, sondern proportional zueinander. Zudem wurden noch "Diagonale-Schlitze" eingeprägt um die Sitzfestigkeit des Schraubwerkzeuges in der Schraube zu erhöhen. Die Pozidriv-Schrauben sind sehr beliebt im Handwerk und auf dem Bau. Pozidriv-Schrauben werden oftmals bei maschinell zu verschraubenden Konstruktionen, wie zum Beispiel im Innenausbau, eingesetzt.


Innensechskant-Schraube  (HEXAGONAL)
Bei dieser Schraubenart ist ein Innensechskant in einem zylindrischen Schraubenkopf versenkt. Im Vergleich zur Sechskantschraube mit Außensechskantkopf wird weniger Platz für den Kopf benötigt. Im Vergleich zu einer gleich großen Kreuzschlitzschraube kann eine Innensechskant-Schraube etwa das zehnfache Drehmoment aufnehmen. Mit dieser Schraube lassen sich auch schwerere Teile aneinander festschrauben, regelmässig, zu Inspektions- und Wartungsarbeiten leicht wieder lösen.

Innensechskantschrauben eignen sich auch gut für Schraubenverbindungen, bei denen die Schraubenköpfe konstruktionsbedingt schwer zugänglich sind. Innensechskantschrauben lassen sich zudem platzsparend versenken, falls überstehende Schraubenköpfe stören. Innensechskant-Schlüsselsätze sind preiswert und kompakt in den Abmessungen. Zudem können Sechskantschlüssel leicht mit einem Rohr verlängert werden, um höhere Anzugs- bzw. Lösemomente zu erzeugen. Diese Eigenschaften machen die Innensechskantschraube deshalb zur bevorzugten Schraube im Kraftfahrzeug- , Geräte- und Maschinenbau.

Am Fahrrad werden Innensechskant Schrauben gerne eingesetzt, weil damit das Bordwerkzeug klein gehalten werden kann. Der preiswerte Innensechskantschlüssel kann auch bei Bausätzen, zum Beispiel für Selbstbau-Möbeln, kostensparend durch den Hersteller beigelegt werden. Bei der Verwendung der Schraubenart an Gebrauchsgegenständen hat die runde Form den Vorteil, dass sich kaum Textilien daran festhaken können und somit die Verletzungsgefahr geringer ist.

Ein Nachteil des Innensechskantes bei Verwendung im Außenbereich besteht darin, dass sich Schmutz und Wasser im Hohlraum ansammeln und zu Korrosion führen können. Hier gibt es mittlerweile jedoch eine Vielzahl an Schrauben in Edelstahl Ausführung, dem sog. INOX.


Torx®
Torx (englisch: Torque) ist eine weiterentwickelte Kombination aus Innensechskant- und Kreuzschlitz-Schrauben. Sie soll beide Vorteile der Antriebsarten kombinieren und wird bevorzugt bei Senkkopfschrauben verwendet. Die Antriebsart des Torx erinnert zuerst an einen sechszackigen Stern. Die Zacken/Ecken sind jedoch abgerundet und entsprechen einem Wellenförmiger Stern. Torx-Schrauben mit Sicherungsstift dienen dazu, um technische Geräte vor unbefugtem Öffnen und dem Missbrauch zu schützen. 

Torx mit Stift


Tri-Wing® auch TriWing
Schraub-Sicherheitsprofil mit drei Flanken / Flügeln.
Durch die „exotische“ Form dieses Schraubenkopfantriebs, sollte der Laie keine Möglichkeit haben, diese Schrauben zu öffnen. Einsatz findet dieses Profil vor allem in der Haushaltstechnik (Küchenmaschinen, Fön, Heizlüfter) und auch in der Luftfahrt / Militärtechnik. Lizenzgeber für dieses Sicherheitsprofil ist die Firma Phillips Screw Company. Die Form erinnert an einen Propeller, dessen breite Flügel nicht auf den Mittelpunkt zeigen. Der Einsatz als Sicherheitsschraube ist heutzutage nicht mehr möglich, da passende Schraubendreher in Europa, seit ca. 1995 im Handel erhältlich sind.

Tri-Wing


Torq-Set®
Eine neuere Variante des Tri-Wing mit vier Flanken / Flügeln nennt sich Torq-Set. Spezial-Sicherheitsprofil, das infolge der zur Mitte asymmetrisch versetzten Flanken (versetztes Kreuz) mit Laienwerkzeug kaum zu lösen ist. Benutzt man unpassendes Werkzeug, wird diese Sicherheitsschraube leicht zerstört und lässt sich dann nicht mehr lösen.

Torq-Set


Spanner Schraube oder auch Snake-Eyes
Sicherheits-Profil mit zwei parallelen Löchern im Schraubkopf. Das entsprechende Werkzeugprofil weißt 2 parallele viereckige „Nasen“ auf, die in die Löcher einfassen. Für den Bereich des Handwerks und der Industrie ist das Spanner-Profil von sehr geringer Bedeutung. Der Vorteil dieses Profils liegt in der relativ glatten Oberfläche des Schraubenkopfes. Diese ist nur durch die zwei kleinen Kreise unterbrochen und ansonsten massiv. Gleichzeitig verhindert das so konzipierte Mitnahmeprofil ein zu festes Anziehen der Schraube. Die Kraftübertragung ist mit einer hohen Kerbwirkung verbunden. Zur Übertragung eines hohen Drehmoments ist dieses Spanner-Profil absolut nicht geeignet.

SnakeEyesSnake-Eyes1


Robertson oder Vierkant
Die Robertson-Schraube ist eine Schraube, deren Kopf mit einem vertieften quadratischen Innenvierkant-Profil versehen ist. In Europa war diese Ausführung kaum verbreitet, in Kanada und den USA ist sie jedoch recht häufig anzutreffen. Der Abtrieb des Schraubendrehers ist ein Außenvierkant. Ähnlich wie beim Innen-Sechskant gibt es den Robertson Schraubendreher auch mit abgewinkelter Schraubendreherklinge als Winkelstiftschlüssel. Benannt ist der Robertson-Antrieb nach ihrem Erfinder, dem Kanadier Peter L. Robertson, der diese Schrauben und die passenden Schraubendreher 1908 erfand und zum Patent anmeldete. Durch diese Form des Schraubenkopfes können Schraubendreher nicht so leicht herausrutschen und sorgen dafür, dass ein guter Kraftschluss erreicht wird. Somit war dieses System für den industriellen Gebrauch praktikabel und wesentlich besser geeignet als etwa Schlitzschrauben. Das überzeugte auch die Ford Motor Company, einen der ersten Kunden von Peter L. Robertson. Im Ford Modell T wurden über 700 Robertson-Schrauben verbaut.

RobertsonRobertson1



Die Bedeutung von CE-Kennzeichnung und GS-Zeichen auf Produkten
Voraussetzungen für die Verwendung der CE-Kennzeichnung und des GS-Zeichens
Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Zeichen liegt darin, dass die CE-Kennzeichnung durch einheitliches, sogenanntes harmonisiertes Europäisches Recht für bestimmte Industrieerzeugnisse zwingend vorgeschrieben ist. Während das GS-Zeichen ein auf einer deutschen Vorschrift beruhendes Sicherheitszeichen ist, das vom Hersteller auf freiwilliger Basis unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben auf dem Produkt angebracht werden darf.


Die CE Kennzeichnung
Die CE-Kennzeichnung wird von europäischen Richtlinien vorgeschrieben.
Nur wenn eine entsprechende Richtlinie das CE-Kennzeichen für ein Produkt fordert, ist es zulässig (aber auch zwingend erforderlich) das Zeichen anzubringen. So dürfen z. B. Lebensmittel oder Bücher nicht mit dem CE-Kennzeichen versehen werden.

ce

CE = Conformité Européenne = Europäische Konformität

Die CE-Kennzeichnung besagt, dass das Produkt, an dem es angebracht ist, die Anforderungen aller für dieses Produkt gültigen EG-Richtlinien erfüllt.

Die CE-Kennzeichnung ist in erster Linie kein Verbraucherkennzeichen. Es dient zunächst als „EU-Reisepass“ für dieses Produkt. Dies bedeutet, dass dieses Produkt in jedem Mitgliedstaat innerhalb der EU in Verkehr gebracht werden darf, es sei denn es ist offensichtlich, dass die CE-Kennzeichnung missbräuchlich angebracht wurde.

Das CE-Kennzeichen wird in der Regel vom Hersteller selbst angebracht. Zusammen mit einer so genannten EG-Konformitätserklärung bescheinigt er dadurch, dass er bei der Herstellung des Produktes die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der entsprechenden EG-Richtlinien eingehalten hat. Für Sonnenbrillen und Bohrmaschinen ist eine solche Herstellererklärung beispielsweise ausreichend.

Ist das Gefahrenpotential hoch, z. B. bei Atemschutzgeräten oder Klettergurten, sind neben der EG-Baumusterprüfung für das Produkt zusätzliche Maßnahmen bis hin zur Überprüfung jedes einzelnen Produkts durch die notifizierte Stelle notwendig. Dies ist für den Verbraucher an der CE-Kennzeichnung und der 4-stelligen Kennnummer der notifizierten Stelle erkennbar.


Das GS-Zeichen 
Das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) lässt die freiwillige Verwendung des GS-Zeichens zu.

gs

Geprüft nach dem Produktsicherheitsgesetz

Das GS-Zeichen darf auf verwendungsfertigen Produkten (d. h. die Produkte sind bereits zur Nutzung geeignet, ohne dass weitere Teile eingefügt werden müssen wie z. B. Handwerkzeuge, Elektrowerkzeuge) angebracht werden.

Das GS-Zeichen ist auch für Produkte möglich, die nicht mit einem CE-Kennzeichen versehen sein müssen wie z. B. Möbel.

Der Hersteller darf sein Produkt nur mit dem GS-Zeichen versehen, wenn eine Baumusterprüfung durchgeführt wurde und eine regelmäßige Überwachung der Produktion durch die sogenannte GS-Stelle erfolgt. Bei dieser Überwachung besichtigt die GS-Stelle regelmäßig den Produktionsbetrieb, untersucht Proben der Produkte und achtet auf die Qualitätssicherung.

Bei der Baumusterprüfung zur Vergabe des GS-Zeichens werden neben den grundlegenden Sicherheitsanforderungen, die sich aus den EG-Richtlinien ergeben weitere potentielle Gefährdungen für den Verbraucher untersucht. So muss z. B. bei einem Wasserkocher nicht nur die elektrische Sicherheit, sondern auch der verwendete Kunststoff bewertet werden. Dieser darf keine Schadstoffe an das Wasser abgeben.


Das Deutsche Institut für Normung
Die Aufgabe von DIN ist es, zum Nutzen der Allgemeinheit unter Wahrung des öffentlichen Interesses, in geordneten und transparenten Verfahren, die Normung und Standardisierung anzuregen, zu organisieren, zu steuern und zu moderieren. Die Arbeitsergebnisse dienen der Innovation, Sicherheit und Verständigung in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit sowie der Qualitätssicherung und Rationalisierung und dem Arbeits-, Umwelt- und Verbraucherschutz. DIN veröffentlicht seine Arbeitsergebnisse und fördert die Implementierung der Ergebnisse. Rund 30.000 Expertinnen und Experten aus Handwerks- und Industriebetrieben, Berufsverbänden, und Instituten an Universitäten und Hochschulen, bringen ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen in den Normungsprozess, der von den 400 DIN-Mitarbeitern koordiniert wird, ein. Auf Grund eines Vertrages mit der Bundesrepublik Deutschland ist DIN als die nationale Normungsorganisation in den europäischen und internationalen Normungsorganisationen anerkannt. Heute ist die Normungsarbeit von DIN zu fast 90 Prozent europäisch und international ausgerichtet. Der Geschäftssitz des gemeinnützigen Vereins ist seit 1917 in Berlin.

Was ist eine DIN-Norm?
Eine DIN-Norm ist ein unter Leitung eines Arbeitsausschusses im DIN Deutsches Institut für Normung, erarbeiteter freiwilliger Standard, in dem materielle und immaterielle Gegenstände vereinheitlicht sind. DIN-Normen entstehen auf Anregung und durch die Initiative interessierter Kreise. In der Regel ist dies die deutsche Wirtschaft, wobei Übereinstimmung, z. B. über Abmessungen, Güte, Material, Formgebung und Ausführung, unter allen Beteiligten hergestellt wird. Auf internationaler Ebene erarbeitete Standards sind zum Beispiel ISO-Normen oder die europäischen Normen EN. DIN-Normen basieren auf den gesicherten Ergebnissen von Wissenschaft, Technik und Erfahrung und dienen der Allgemeinheit. Sie werden im Prozess der Normung erarbeitet.

DIN-Normen sind Empfehlungen und können angewendet werden, allerdings müssen sie nicht benutzt werden. Grundsätzlich handelt es sich um „private Regelwerke mit Empfehlungscharakter“. Als solche können sie jedoch auch hinter dem Stand der Technik zurückbleiben. Sie haben aber die Vermutung für sich, dass sie den Stand der Technik abbilden. Diese Vermutung kann durch Sachverständigenbeweis widerlegt werden.
Gelegentlich allerdings macht sich der Gesetzgeber das Vorhandensein zweckdienlicher Normen zunutze und legt die zwangsläufige Anwendung durch Gesetze oder Verordnungen fest. Natürlich steht es auch jedem frei, bei Ausschreibungen, Maschinenspezifikationen, Baubeschreibungen und technischen Festlegungen auf das vorhandene Normenwerk zurückzugreifen und die dort schriftlich fixierten Beschreibungen als Sollwerte zu benutzen.  Die Gesamtheit der DIN-Normen bezeichnet man als Deutsches Normenwerk. Internationale und Europäische Normen, die vom DIN übernommen wurden, werden ebenfalls als DIN-Norm bezeichnet und sind Teil des Deutschen Normenwerkes.
Das Normenwerk verändert sich ständig. Pro Jahr erscheinen über 2000 DIN-Normen neu. Spätestens alle fünf Jahre wird bei jeder Norm turnusmäßig überprüft, ob sie noch gebraucht wird und ob sie dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Norm bleibt dann entweder unverändert, wird zurückgezogen oder überarbeitet. Das Deutsche Normenwerk besteht zurzeit aus etwa 33.149 Dokumenten. In zunehmendem Maße setzt sich das DIN-Normenwerk aus nationalen Übernahmen Internationaler und Europäischer Normen zusammen. Der Anteil der rein nationalen Normen nimmt dagegen ab. Heute gibt es nur noch knapp 15 Prozent rein deutsche Normen.    


Der TÜV
„TÜV-geprüft“ ist in Deutschland umgangssprachlich ein Qualitätssiegel für technische Prüfungen durch eine Deutsche TÜV-Gesellschaft. Die Bezeichnung „TÜV-geprüft“ darf nur von einem Technischen Überwachungs-Verein oder einer Tochtergesellschaft des TÜV verwendet werden. Alles andere wäre Irreführung der Verbraucher und erfüllt den Tatbestand des unlauteren Wettbewerbs.

In Deutschland sind die TÜV-Gesellschaften überwiegend in den drei großen Holdings TÜV Süd, TÜV Rheinland und TÜV Nord organisiert. Daneben gibt es die konzernunabhängigen TÜV Thüringen und TÜV Saarland. Alle nehmen hoheitliche Aufgaben auf den Gebieten der Kfz-Überwachung, des Fahrerlaubniswesens und der Geräte- und Produktsicherheit wahr.


Die Produktprüfung
Hersteller dokumentieren die Qualität Ihrer Produkte durch neutrale und anerkannte Prüfzeichen, wie auch durch das Prüfzeichen des Deutschen TÜV.

Tüv

Experten des TÜV begleiten Produkte von der Entwicklung bis zur Marktzulassung in Deutschland, Europa und in Übersee. Die Deutschen TÜV Gesellschaften prüfen und zertifizieren für Hersteller und den Handel die Sicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Qualität von technischen Anlagen, Investitionsgütern, Gebrauchs- und Verbrauchsgütern. Die Prüfungen erfolgen nach bekannten Kriterien, Standards und Normen.

Einige Arten der Prüfungen:
- Norm - Prüfungen
- Chemische Prüfungen
- Datentechnische Prüfungen
- Elektrische Prüfungen
- Mechanische Prüfungen
- Produkt - Sicherheit - Prüfungen
- Prüfungen der Gebrauchstauglichkeit

Die Welt ist ein globaler Markt. Für Sicherheit und Qualität gelten weiterhin länderspezifische Gesetze, Richtlinien und Standards, die von Produkten erfüllt werden müssen. Der TÜV übernimmt auch hier für die Hersteller und den Handel, gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen und Zertifizierungen in den einzelnen Ländern, in denen die Produkte verkauft werden sollen.

Somit wird durch den TÜV die reibungslose Zulassung und Vermarktung von Produkten in nationalen und internationalen Märkten sichergestellt.

Steigende Rohstoffpreise, hohe Transportkosten, länderspezifische Umwelt und Entsorgungs-Regelungen, sowie spezielle, Kundenanforderungen können Handelsmargen erheblich verringern. Kultur- und Sprachbarrieren in anderen Ländern, machen den Handel ebenfalls nicht leichter. Somit hat steigender Preisdruck häufig zur Folge, dass unbekannte Sublieferanten herangezogen werden. Dadurch erhöht sich die Gefahr, dass qualitativ schlechtere und oftmals gefährliche Materialien bei der Herstellung von Produkten eingesetzt werden. Dies herauszufinden und abzustellen, ist eine wichtige Aufgabe der TÜV-Untersuchungen.

Die TÜV - Gesellschaften bieten Sicherheitsprüfungen von Produkten für die ganzheitliche Risikovermeidung. Zahlreiche nationale und internationale Normen und Gesetze, aber auch hohe Qualitätsansprüche von Kundenseite, machen professionelle Sicherheitsprüfungen in vielen Fällen zu einem „Muss“ für die Hersteller.

Aber auch freiwillige Prüfungen können den Herstellern und dem Handel einen entscheidenden Marktvorteil sichern. Die Deutschen TÜV Gesellschaften sind  Spezialisten für die unterschiedlichsten Sicherheitsprüfungen, sowie für die diesbezüglich geltenden Rechtsnormen. Hersteller beziehen möglichst früh die Experten des TÜV in den Prozess der Produktplanung und -Entwicklung mit ein. Somit verbessern Hersteller ihre Chancen, für ein überzeugendes Qualitätsprodukt, das sich bewährt und auf dem weltweiten Markt erfolgreich verkaufen lässt.

Historisches
Wie kam es zur Gründung des TÜV?
Anfang 19. Jahrhundert gefährdeten regelmäßig Dampfkesselexplosionen  arbeitende Menschen, die Umwelt sowie Fabriken und Betriebe. Dampfkessel wurden derzeit zum Antrieb von Maschinen und Gerätschaften einsetzt da es noch keine Elektromotoren gab. Große Dampfkessel waren in der Textilindustrie, in Webereien, in großen Schmieden (Dampfhammer), und im Bergbau zur Wasserhaltung, bei dem Betrieb von Wasserpumpen, sowie natürlich in Lokomotiven und Lokomobilen, im Einsatz.

Im Jahre 1848 kam es deshalb zu einer "Verordnung zur Beaufsichtigung der Dampfkessel". Das Land bestellt besondere Überwachungsbeamte, technisch vorgebildete Ingenieure und Techniker, als Dampfkesselinspektoren.

In einer Parallelentwicklung setzten aus Einsicht und Haftungsgründen, große Fabrik-unternehmen eigene oder in Gemeinschaft mit anderen Firmen "Überwachungsvereine für die Gewährleistung der Sicherheit", mit speziellen Überwachungs-Ingenieure ein.

1866 war die Geburtsstunde der Technischen Überwachungs-Vereine des TÜV.
Gründung der Gesellschaft zur "Überwachung und Versicherung von Dampfkesseln" mit Sitz in Mannheim. Gründer und Mitglieder waren 21 Dampfkesselbetreiber mit insgesamt 37 Kesselanlagen. Bis in die 1880er Jahre, gab es weitere Gründungen von Dampfkessel-Überwachungs-Vereinen in vielen Städten und Regionen.

 

© Michael Merta Werkzeugtechnik 2017